Hochwasserschutz Alpthal

Kurzbeschrieb

Die Naturgefahrenkarte weist im Siedlungsgebiet von Alpthal verbreitet mittlere Gefährdungen infolge Überschwemmungen (blaue Gefahrenzonen) aus. Auslöser sind die vier Seitenbäche Karlismattbach, Mattlibach, Hochweidbach und Geissbergbach aufgrund ihrer zu geringen Abflusskapazität und dem fehlendem Geschieberückhalt.

Um die vorhandenen Hochwasserschutzdefizite in Alpthal zu beseitigen, hat der Bezirk Schwyz in Zusammenarbeit mit der Wuhrkorporation Alp und der Gemeinde Alpthal ein umfassendes Hochwasserschutzprojekt erarbeitet.

Geplant sind unter anderem Geschiebesammler, Schwemmholzrechen, Anpassungen von Durchlässen und Brücken, ökologische Aufwertungen der Gerinne sowie ein Überlastkorridor, um Extremereignisse kontrolliert ableiten zu können.

Aktueller Stand/Neuigkeiten

Am Informationsanlass vom 7. September 2023 wurde die Bevölkerung von Alpthal über das Vorprojekt informiert. Bis zum 6. Oktober 2023 konnten die Direktbetroffen im Rahmen einer Mitwirkung zum Vorprojekt Stellung nehmen. Den Mitwirkungsbericht finden Sie unter "Weiterführende Dokumente" weiter unten auf dieser Seite.

Parallel zur Mitwirkung fand die Vorprüfung bei den kantonalen Fachstellen statt. Nach Abschluss der Mitwirkung und Vorprüfung hat der Bezirksrat über das Vorprojekt und das weitere Vorgehen befunden.

Der Bezirk Schwyz ist nun an der weiteren Planung, Projektierung und Umsetzung des Hochwasserschutzprojekts. Die Bezirksbevölkerung entscheidet am 14. Juni 2026 über die Ausgabenbewilligung von 4.635 Mio. Franken. Dank Beiträgen von Bund und Kanton sowie Kostenbeteiligungen der Werkeigentümer verbleiben für den Bezirk Nettokosten von etwa 2.22 Mio. Franken. Mit der Umsetzung des Projekts übernimmt der Bezirk neu auch den Unterhalt des Unterlaufs des Mattlibachs und des Geissbergbachs. Der Unterhalt erfolgt über den Wuhrkreis Alpthal und dient der langfristigen Sicherstellung der Wirksamkeit der Hochwasserschutzmassnahmen.

Geissbergbach Einmündung Alp

Karlismattbach

Mattlibach

Übersicht der geplanten Massnahmen

Nutzen des Projekts

Das Projekt zielt darauf ab, Hochwasserereignisse mit einer Wiederkehrperiode von 30 Jahren (HQ30) schadlos abzuleiten. Durch die Massnahmen kann das jährliche Schadenspotential wesentlich reduziert werden. Bei einem 100- bis 300-jährlichen Ereignis dürfen nur schwache Intensitäten auftreten.

Dauer und ungefährer Zeitplan

Bauprojekt

Sommer 2024 – Herbst 2025

Bewilligungsverfahren und Volksabstimmung (Ausgabenbewilligung)

Herbst 2025 – Frühling 2026, Volksabstimmung am 14. Juni 2026

Ausführung (ggf. in Etappen)

ab Herbst 2026

Projektpartner

Wuhrkorporation Alp

Gemeinde Alpthal

Kanton Schwyz, Amt für Gewässer